Die Römer in Baden-Württemberg: Römerstätten und Museen von Aalen bis Zwiefalten
- Preis: EUR 19,90
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- Einband: Gebundene Ausgabe
- Seitenzahl: 400
- Verlag: Theiss
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Leserbewertungen:
neu, aber nicht in allem besser
Leider bezieht sich die bislang einzige Kundenrezension auf die "alte" Auflage von 1986. Inzwischen ist die Neuauflage erschienen (Dezember 2005), deren Titelseite auch abgebildet ist. Das Werk wurde konzeptionell völlig überarbeitet. Geblieben ist der überaus reichhaltige und detaillierte, ursprünglich zweite Teil: ein Führer zu den archäologischen Fundstätten "von Aalen bis Zwiefalten". Hinzu gekommen sind ein längerer Exkurs über den Limes sowie mehrere Tourenvorschläge "auf den Spuren der Römer". Das Buch ist nun wieder auf aktuellem Stand und obendrein aufwändig und ansprechend gestaltet.
Leider hat der Zeitdruck, es noch rechtzeitig zu den beiden Landesausstellungen ("Imperium Romanum") in Stuttgart und Karlsruhe vorzulegen, dazu geführt, dass einzelne Teile "mit der heißen Nadel genäht" und infolgedessen sprachlich wie sachlich (Wegbeschreibungen) fehlerhaft sind. Selbst die vier ungewollten Apple-Symbole auf S. 358 sind dem Lektorat nicht aufgefallen. Die Bewertungen "Lohnt einen Umweg" und "Ist einen Tagesausflug wert" kann ich nicht immer teilen. Vermisst habe ich auch eine Übersichtskarte.Hervorragendes Sachbuch, informativ und übersichtlich.
Den ersten Teil des Buches bilden vier längere Abschnitte (zusammen ca. 200 Seiten), in denen die Verfasser - alles namhafte Archäologen aus Baden-Württemberg - den Leser in verschiedene Aspekte der römischen Geschichte in diesem Bundesland einführen. Hier werden Themen wie "Die Römische Besetzung Baden-Württembergs" oder "Römische Religion" in wissenschaftlich fundierter Weise, aber dennoch unterhaltsam und verständlich dargestellt. Ergänzt werden die Texte durch zahlreiche, teils farbige Abbildungen, Pläne und Übersichtskarten.Im zweiten Abschnitt werden auf über 400 Seiten alle relevanten Ausgrabungen, archäologischen Denkmäler und Museen des südwestlichen Bundeslandes einzeln vorgestellt. Die Fundorte erscheinen hierbei in alphabetischer Reihenfolge, was das auffinden erheblich erleichtert. In diesen ebenfalls reich bebilderten Abschnitten erhält der Leser alle relevanten Informationen zu den einzelnen Fundorten. Hierbei werden Ausgrabungsergebnisse sowie herausragende Fundstücke vorgestellt und in den historischen Kontext eingeordnet. Für die, denen das noch nicht genügt, wurde für jeden Fundort weiterführende Literatur angegeben. Gerade durch diesen Abschnitt eignet sich das Buch auch ausgezeichnet als "Ausflugsplaner", bzw. als "archäologischer Reiseführer".
Einziger Wermutstropfen: Das Buch erschien in dieser Form bereits 1986. Leider erbrachte die archäologische Forschung seither auch in BaWü neue Erkenntnisse, die natürlich nicht berücksichtigt sind. Dennoch gibt es fünf Sterne - verbunden mit der Hoffnung auf eine baldige Neuauflage.
